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Presse
SCHLOSSKONZERTE THUN MIT «BEGEGNUNG APPENZELL/UNGARN» IM SCHADAUSAAL
«Zäuerli»: Appenzell oder Ungarn?
Mit «Begegnung Appenzell/Ungarn» ist den Thuner Schlosskonzerten am Dienstag ein spannendes Experiment gelungen.
Was haben die «Schürmüli Musig» und «Combo Tzigane» gemeinsam? «Viel», sagten sich die Organisatorinnen der Thuner Schlosskonzerte und brachten zwei Formationen zusammen, die mit klassischer Instrumentenbesetzung traditionelle Volksweisen interpretieren. Bereits mit dem Eröffnungsstück brechen die heimische und die ungarische Formation die regionalen Grenzen der Musik: Ist das «Zäuerli» nun appenzellisch oder ungarisch? Spielt keine Rolle, denn beide Volksgruppen treffen sich im melancholisch-tänzerischen Melodienreigen.
Ironische Brüche setzen
Elegant führen die vier Musiker der Zigeunerkapelle Combo Tzigane das Thuner Publikum aufs Glatteis im Schadausaal: Statt harmoniesüchtiger Melodramatik gibts klare Disharmonien in den modern interpretierten Zigeunerweisen. Ein ironischer Bruch des Operetten-Klischees das dennoch nicht fehlen darf. Kein Wunder, schunkeln fast alle mit beim Kálmán-Schlager «Komm, Tzigan». Trotzdem: Nie driftete die feine Ironie in eine Verballhornung ab.
Stattdessen lauschen sich die beiden Formationen aus dem Appenzeller-Land und aus Ungarn gegenseitig voller Konzentration. Gespannt lehnt sich der Kontrabassist Mike Zeller nach vorn und beobachtet seinen ungarischen Partner Pál Sárközy, während sich die Violinistin Anna Kohler vom Schweizer «Primas» der Zigeunerkapelle Ulrich Schmutz animieren lässt und wie selbstvergessen den Takt mittrommelt auf ihrer Geige.
Ja, die Geige. Herzzerreissend schluchzt sie bis in die höchsten Töne; doch gerade jene Klänge, in denen sich den Saiten ein Ton mal nicht lupenrein, sondern kratzend entwindet, lassen die Emotionen hochgehen und animieren die acht Musikerinnen und Musiker zu einem beachtlichen und erfrischend lockeren Zusammenspiel.
Gelungenes Experiment
Da greift Barbara Schirmer am Hackbrett eine typisch appenzellische Melodie auf, übergibt die Führung dem Zigeunergeiger, der ungarische Elemente einfliessen lässt und die neue Melodie János Dombi am Cimbalon. Der wiederum steigert den Rhythmus ins Ekstatische und das Publikum lebt mit. Dass nicht jeder Einsatz bei der mutigen Improvisation zweier Formationen gelingt, macht dabei gerade den Reiz dieser spannenden Begegnung aus.
Thuner Tagblatt 16.Juni 2005 ......Foto....download pdf
«Das Quartett, gut gelaunt, voller Spielfreude, mit viel Gefühl für Dynamik, beginnt seine kleine Reise in eidgenössischen Gefilden, bei den Wurzeln, nämlich mit der Mazurka «Zu Grossvaters Ziite». Mit Köbi Schirmers Komposition «Höch obenuse» erweist die Gruppe einem ehemaligen Mitglied die Reverenz, und Franz Ledergerber holt sich mit seinen showmässigen Chlefel-Einlagen einen Sonderapplaus. Über das Tessin Anna Kohler singt ein trauriges Liebeslied geht die Tour gegen Osten Richtung Rumänien und die Ukraine. Mit den einschlägigen Rhythmen, selbstredend und der Melancholie, die der osteuropäischen Musik häufig eignet. Martin Ledergerber bereichert die Musik der Schürmüli Musig mit Liedern aus dem Nordosten Brasiliens um eine Farbe, die beim Publikum trefflich ankommt.»
Neue Mittelland Zeitung November 01
«So überraschte die international bekannte Gruppe immer wieder mit neuen Melodien ... witzig, temperamentvoll, leicht und locker.»
Zofinger Tagblatt April 00
«Kürzlich begeisterte die Schürmüli Musig an ihrem Neujahrskonzert. Die Gruppe verzauberte ihr Publikum vom ersten Takt an. Schwerblütig, sehnsüchtig, tief aus Zigeunerseele begann das erste Stück aus Ungarn und endete in überschäumendem Lebensgefühl... Teil drei des Konzertes war vor allem südamerikanischen Weisen gewidmet. Faszinierend mit welcher Selbstverständlichkeit Barbara Schirmer dabei die unterschiedlichsten Instrumente spielte. Faszinierend auch das gesamte Zusammenspiel der Gruppe. Da zeigte sich, wie souverän die einzelnen Musiker die so verschiedenartigen Musikstile beherrschen.
Schürmuli Musig geht in die Herzen und die Beine. Lebensfreude, Begeisterung, Beschwingtheit, Power, Temperament, Zartheit, Schalk Ausdrücke, die allesamt ihre Musik beschreiben und doch nur sehr unvollkommen dieses echte Musikerlebnis wiedergeben.»
Neue Mittelland Zeitung Januar 00
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