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Biografie
Gländ ist ein leises Projekt. Der Ansatz liegt in der Vielfalt von Klängen zwischen Archaik, Tradition und der Moderne. Zwei instrumentale Welten nähern sich im offenen Gelände an und erweitern in einer Recherchenarbeit klangliche Verbindungen zu einer neuen feinstofflichen Musik.
Die Idee zum Projekt Gländ gründet auf der Ambivalenz von menschlicher Stimme und Hackbrett. Auf den ersten Blick sind vordergründig keine Verbindungen zwischen den Instrumenten zu erkennen. Die Schnittpunkte findet man aber im Obertonreichtum des Hackbretts und dem phänomenologischen Obertongesang. Darüber hinaus verweist das Hackbrett auf eine alte volkstümliche Tradition, welche aus den Ostländern in unser Land eingeflossen sind. Der ”Jodel” und das ”Zäuerli” sind geschichtsträchtige, in Verbindung mit dem Hackbrett aber nur selten gehörte Singweisen. Uns ist keine Notenliteratur in dieser Besetzung bekannt. Wir möchten Gesang und Hackbrett mit verschiedenen alten und neuen Spiel- und Gesangstechniken kombinieren und einen originären Klangkosmos generieren.
Auch die Improvisation ist ein wichtiger Bestandteil von Gländ. Die Kompositionskonzepte sind so angelegt, dass über die Improvisation ein offener Dialog möglich bleibt und unserer Musik die Freiheit lässt, sich in der Unmittelbarkeit immer wieder neu zu entfalten.
Seit 2008 Jahr treffen wir uns, haben ausprobiert, uns angenähert, frei und unbefangen musiziert und Fragmente gesammelt, die Recherchen vertieft und das Kompositionsmaterial verdichtet. Die Musik wird im Dialog über einen längeren Zeitraum hinweg gemeinsam entwickelt.
Nach ersten Konzerterfahrungen ist ein Tonträger geplant. Gländ folgt keinem kurzlebigen Trend, sondern wird ein sorgsam gestaltetes Replik einer längerfristigen Zusammenarbeit.
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